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Haarkleid: mässig lang, seidig, flach anliegend, gewellt oder gelockt; am Kopf kurz
FCI-Gruppe: 10 (Windhunde)
Hunde- und Welpenbilder der Hunderasse Barsoi:
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Rassestandard:
URSPRUNG: Russland.
DATUM DER PUBLlKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES: 13. 03. 2001.
VERWENDUNG: Jagdwindhund, Renn- und Coursinghund.
KLASSIFIKATION F C I: Gruppe 10 Windhunde. Sektion 1 Langhaarige oder befederde Windhunde Ohne Arbeitsprüfung. KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Der Russkaya Psovaya Borzaya ist seit neun Jahrhunderten wesentlicher Bestandteil der nationa-len Kultur und der russischen Geschichte. So bezeugt eine französische Chronik des 11. Jahrhunderts, dass die Tochter des Großherzogs von Kiew, Anna Iaroslavna, drei Barzois in ihrem Gefolge hatte, als sie nach Frankreich kam, um sich mit Heinrich I zu vermählen. Unter seinen Ei-gentümern und Züchtern finden sich viele berühmte Persönlichkeiten, darunter auch Zaren und Dichter: Iwan der Schreckliche, Peter der Große, Nikolaus II, Puschkin, Turgenjew. Grosse Bedeutung hatte die Gründung des Zwingers „Pershinskaya okhota“ durch die berühmten Züchter Groß-herzog Nikolai Nicolaevitch und Dimitri Valtsev. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts findet sich der Barzoi in den größten Zwingern Europas und Amerikas. ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Großer, aristokratisch aussehender Hund mit trockenem und gleichzeitig robustem Körperbau; leicht länglich gebaut; Hündinnen meist etwas länger als Rüden. Starker, aber nicht massiger Knochenbau. Die Knochen sind ziemlich flach. Tro-ckene, gut entwickelte Muskulatur, jedoch, besonders auf den Ober-schenkeln, nicht hervortretend. Die Harmonie der Formen und der Bewegung sind von überragender Bedeutung. WICHTIGE PROPORTIONEN: · Bei Rüden entspricht die Widerristhöhe derjenigen des höchsten Punktes der Kruppe über dem Boden oder ist geringfügig höher. · Bei Hündinnen sind die beiden Höhen gleich. · Die Widerristhöhe muss etwas weniger als die Körperlänge betragen. · Die Brusttiefe entspricht annähernd der halben Widerristhöhe. · Die Fanglänge vom Stop bis zum Nasenschwammende entspricht der Länge des Schädels vom Hinterhaupt bis zum Stop oder sie liegt leicht darüber. VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Im Alltagsleben zeigt der Barzoi ein ruhiges und ausgeglichenes Wesen. Angesichts von Wild er-regt er sich rasch. Er hat einen scharfen Blick und kann sehr weit sehen. Seine Reaktionen sind ungestüm. KOPF: Trocken, lang, schmal, aristokratisch; in der Seitenansicht bilden die Begrenzungslinien von Kopf und Fang eine lange, leicht konvexe Linie; die Begrenzungslinie der Scheitelregion (Scheitelbeinleiste) ver-läuft gerade oder leicht schräg zum gut ausgeprägten Hinterhaupthöcker hin. Der Kopf ist so elegant und trocken, dass die großen Adern durch die Haut hindurchscheinen. OBERKOPF: Schädel: Schmal; in der Aufsicht länglich oval, in der Seitenansicht nahe-zu flach. Stop: Sehr wenig ausgeprägt. GESICHTSSCHÄDEL: Nasenschwamm: Groß, beweglich, im Verhältnis zum Unterkiefer deut-lich hervortretend. Nasenrücken: Lang, auf ganzer Länge ausgefüllt, nahe des Nasen-schwammes gewölbt. Fang:.Entspricht vom Stop bis zum Nasenschwammende der Länge des Schädels vom Hinterhaupthöcker bis zum Stop oder liegt leicht darüber. Lippen: Dünn, trocken, eng am Kiefer anliegend; die Umrandung der Augen, die Lippen und der Nasenschwamm sind ungeachtet der Haarfar-be schwarz. Kiefer / Zähne: Zähne weiß und kräftig; Scheren- oder Zangengebiss. Augen: Groß, ausdrucksvoll; dunkles haselnussbraun oder dunkelbraun; weder tiefliegend noch leicht hervorstehend: mandelförmig, keine Schlitzaugen, schräg eingesetzt. Ohren: Klein weich, beweglich; über der Augenlinie und nach hinten, fast in Richtung auf den Nacken, angesetzt. Die Ohrspitzen liegen nahe bei-einander oder zeigen dem Hals entlang nach unten und schmiegen sich ihm gut an. Beim aufmerksamen Hund werden die Ohren höher und seit-lich oder nach vorne getragen; manchmal sind ein oder beide Ohren als „Pferdeohr“ aufgerichtet.
HALS: Lang, trocken; seitlich abgeflacht; muskulös; leicht gebogen; recht tief getragen. KÖRPER: Widerrist: Nicht betont. Rücken: Breit, muskulös, elastisch; der Rücken bildet zusammen mit der Kruppe einen Bogen, der bei Rüden stärker ausgeprägt ist; der höchste Punkt dieses Bogens liegt beim ersten oder zweiten Lendenwirbel. Lenden: Lang, hervortretend, muskulös, mäßig breit. Kruppe: Lang, breit, leicht schräg; die Breite der Kruppe darf zwischen den Hüfthöckern nicht weniger als 8 cm betragen. Brust: Im Querschnitt oval; nicht schmal, jedoch auch nicht breiter als die Kruppe; tief, recht lang, geräumig; fast bis auf Ellenbogenhöhe herabreichend; die Schulterblattregion ist flacher, dann weitet sich der Brustkorb allmählich zu den falschen Rippen hin, welche kurz sind; in der Seitenansicht ändert sich dadurch die Neigung; die Rippen sind lang und treten leicht hervor. Im Verhältnis zum Schulter- /Oberarm- gelenk ragt die Vorderbrust leicht hervor.
Bauch: Gut aufgezogen; die Unterlinie steigt zum Bauch hin abrupt an.
RUTE: Sichel- oder Säbelrute; tief angesetzt; dünn, lang; zwischen den Hinterläufen hindurchgefuhrt muss sie bis zum Hüfthöcker reichen. Sie ist reichlich befedert. In Ruhestellung fällt die Rute herunter; in der Bewegung wird sie höher getragen, nicht aber über die Höhe der Rückenlinie. GLIEDMASSEN VORDERHAND: Vorderläufe trocken, muskulös; in der Vorderansicht gerade und völlig parallel. Die Höhe der Vordergliedmassen vom Ellen-bogen zum Boden entspricht der halben Widerristhöhe oder ist wenig größer. Schulter: Die Schulterblätter sind lang und schräg. Oberarm: Mäßig schräg, seine Länge übertrifft kaum die der Schulterblät-ter. Das Schultergelenk ist gut betont. Ellenbogen: Sie liegen parallel zur Medianebene des Körpers. Unterarm: Trocken, lang; im Querschnitt oval; in der Vorderansicht schmal, in der Seitenansicht breit. Vordermittelfuß: Im Verhältnis zum Boden leicht schräg.
HINTERHAND: Von hinten betrachtet sind die Hinterläufe gerade, parallel und etwas weiter gestellt als die Vordergliedmassen; im freien Stand muss eine vom Sitzbein-höcker fallende Vertikale vor der Mitte von Sprunggelenk und Hintermittelfuß verlaufen. Oberschenkel: Gut bemuskelt, lang und schräg gestellt. Unterschenkel: Lang, muskulös, schräggestellt. Kniegelenk und Sprung-gelenk müssen gut entwickelt, breit und trocken sein. Die Winkel müssen deutlich erkennbar sein. Hintermittelfuß: Nicht lang, nahezu senkrecht gestellt, Die Winkelungen sind gut betont. PFOTEN: Trocken, schmal, länglich-oval, sog. „Hasenpfoten“; gewölbt; Zehen gut aneinanderliegend; lange, kräftige, bis zum Boden reichende Krallen. GANGWERK: Außerhalb der Jagd ist die typische Gangart des Barzois der verlängerte Trab, fließend, sehr weich und schwebend; bei der Jagd ist es ein äußerst schneller Galopp mit weiten Sprüngen. HAUT: Geschmeidig, elastisch. HAARKLEID
HAAR: Seidig, weich und geschmeidig; gewellt oder kurze Locken bil-dend. Auf Kopf, Ohren und Gliedmassen ist das Haar satiniert (seidig, aber schwerer), kurz, gut am Körper anliegend. Auf dem Körper ist das Haar recht lang und gewellt; in der Schulterblattregion und auf der Krup-pe bildet es feinere Locken. Auf Rippen und Schenkel ist das Haar kür-zer. Das Haar, das die Federn, die „Hosen“ und die Fahne der Rute bildet, ist länger.
FARBE: Kombination aller Farben, außer mit Blau, braun (schoko-ladenfarben) sowie alle Abstufungen dieser Farben. Alle Farben dür-fen einfarbig oder gescheckt vorkommen; Federn, „Hosen“ und die Fahne der Rute sind deutlich heller als die Grundfarbe. Eine schwarze Maske ist typisch bei den schwarz-gewolkten Farben. GRÖSSE UND GEWICHT: Widerristhöhe: Wünschenswert für Rüden: 75 cm -85 cm, für Hündinnen: 68 cm -78 cm.
Bei Rüden entspricht die Widerristhöhe derjenigen des höchsten Punktes der Kruppe über dem Boden, oder ist geringfügig höher. Bei Hündinnen sind die beiden Höhen gleich. Exemplare welche die maximale Größe überschreiten sind unter der Voraussetzung zugelassen, dass das typische Erscheinungsbild gewahrt bleibt.
FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Allgemeines Erscheinungsbild: · Leichter oder massiger Körperball. · Gedrungenes oder hochbeiniges Aussehen. · Leichter Knochenbau. · Ungenügend entwickelte Muskulatur.
Kopf: · Abrupter Stop. · Ein deutliches keilförmiges Kopfprofil infolge eines übermäßig ho-hen Schädels. · Breite Stirn. · Jochbeine ausgeprägt. · Zu schmaler oder kurzer Nasenrücken. · Hervortretende Augenbrauenbögen.
Gebiss/Zähne: · Fehlen eines PM 2, kleine, abnormale abgenutzte Zähne. · PM 1 und M 3 werden nicht berücksichtigt.
Augen: · Klein, rund; helles Haselnussbraun; Schlitzaugen. · Zu stark entwickelte Nickhaut.
Ohren: · Tief, nicht nach hinten angesetzt.
Hals: · Kurz, hoch getragen.
Körper: · Rücken: schmal, Einsenkung in Höhe des 11.Brustwirbels; zu stark gewölbt. · Lende: schmal, kurz, gerade. · Kruppe: schmal, kurz, deutlich abfallend. · Brust: schmal, flach, nicht tief; untere Linie viel höher als Ellenbo-genniveau. · Bauch: wenig aufgezogen.
Rute: · Zu hoch oder zu tief angesetzt; hoch getragen; ringförmige Ruten-spitze; seitwärts herabfallend; wenig entwickelte Fahne. Kurze Rute.
Vorderhand: · Winkel Schulter-Oberarm zu offen. · Ein- oder ausgedrehte Ellbogen. · Leicht krummer Unterarm. · Vordermittelfuß zu kurz, zu schräg oder zu steil. · Leicht ein- oder ausgedrehte Pfoten.
Hinterhand: · Zu stark gewinkelt; zu wenig gewinkelt (steil). · Sprunggelenke kuhhessig oder fassbeinig. · Einwärts gedrehte Pfoten.
Pfoten: · Tendenz zu etwas breiten, ein wenig runde Pfoten; fleischige (dicke) Pfoten.
Haut: · Ungenügend geschmeidig.
Haar: · Stumpf, struppig; Federn, „Hosen“ oder Fahne der Rute wenig aus-geprägt; glattes Haar; feine Locken auf dem gesamten Körper.
Farbe: · Tüpfelung im gleichen Ton wie die Grundfarbe.
Gebiss/Zähne: · Fehlen eines PM 3, eines PM 4 im Unterkiefer, eines M 1 im O-berkiefer oder eines M 2.
Augen: · Tiefliegend; gelbe Augen.
Ohren: · Dick, grob, mit abgerundeten Enden.
Hals: · Mit Wamme oder mit loser Haut an der Kehle; Hals mit rundem Querschnitt.
Körper: · Rücken: eingefallen; gerader Rücken bei Rüden. · Kruppe: sehr schmal, sehr kurz, sehr abfallend. · Brust: im vorderen Bereich hohl; fassförmig. · Bauch: weich, nicht straff aufgezogen.
Rute: · Dick; in Aktion nach unten fallende Rute.
Vorderhand. · Wesentliche Abweichungen von der Standardbeschreibung; Fußwur-zelgelenk überknöchelnd. · Unterarmknochen von rundem Querschnitt.
Hinterhand: · Wesentliche Abweichungen von der Standardbeschreibung.
Pfoten: · Breit, rund, „Katzenpfoten“; flach und mit gespreizten Zehen.
Haut: · Schlaff.
Haar: · Steif, borstig.
Farbe: · Tüpfelung in anderer Tönung als die Grundfarbe.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER.
Verhalten / Charakter (Wesen): · Aggressivität gegenüber Menschen.
Zähne: · Vorbiss, Rückbiss. Assymetrischer Gebissschluss (Kreuzbiss) · Fehlen eines Schneide- oder eines Fangzahns, Fehlen eines Reiß-zahnes (PM 4 des Oberkiefers oder M 1 des Unterkiefers. Fehlen von mehr als 4 Zähne gleich welcher Art. · Fehlstellung eines oder beider Fangzähne des Unterkiefers, so dass bei geschlossenem Fang Gaumen und/oder Zahnfleisch des Oberkiefers verletzt werden können.
Augen: · Blaue Augen (Birkenauge).
Rute: · Korkenzieherrute, Knickrute (verschmolzene Wirbel), ganz oder teilweise kupierte Rute.
· Vorhandensein von Afterkrallen.
Haarfarbe: · Braun (Schokoladenbraun), Blau.
N. B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
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