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Farbe: zimtfarben, kastanienbraun, rot, schwarz, gestromt, einfarbig oder mit weiß
Haarkleid: kurz, glatt
FCI-Gruppe: 10 (Windhunde)
Hunde- und Welpenbilder der Hunderasse Galgo Espanol:
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Rassestandard:
Übersetzung: FCI Ursprungsland: Spanien Patronat: FCI-Kommission für Windhunde Originalstandard - Datum: FCI-Kommission für Windhunde Verwendung: Hetzhund zur Jagd auf Hase und Vögel, heute vielfach als Rennhund. FCI - Einteilung: Gruppe 10: Windhunde Sektion 3: kurzhaarige Windhunde ohne Arbeitsprüfung kynologische Einteilung: westliche Windhunde mit Rosenohren
Kleiner geschichtlicher Rückblick Der Galgo Español war schon den Römern in der Antike bekannt, es ist aber anzunehmen, daß seine Entstehung auf der Iberischen Halbinsel bereits viel früher stattgefunden hat. Er stammt von den alten asiatischen Windhunden ab und hat sich sehr schnell an die spanischen Steppen- und Ebenen-Verhält - nisse angepaßt. Er wurde während des 16., 17. und 18. Jahrhunderts in großen Mengen in andere Länder wie Irland exportiert, sodaß der Galgo Español einer der Vorfahren des englischen Windhundes (Grey- hound) ist, der die gleichen spezifischen Rassemerkmale hat und somit die gleiche Basis für die spätere Auslese und Anpassung. Man muß hinzufügen, daß unter den zahlreichen Zitaten von klassischen Autoren dieses von Alcipreste, dem Hirten, die wichtigste und ursprünglichste Bedeutung (Einsatzmöglichkeit, Verwendungszweck) der Rasse beweist: "Sobald der Hase losläuft, hetzt ihm die Galgo - Hündin nach".
Allgemeine Erscheinung und Verhaltensmerkmale A) Allgemeine Beschreibung Windhund von gutem Format, ausgewogen-subkonvex waagrecht gestelltes Rechteck, von vorne nach hinten langgezogen, kompaktes Skelett, langer schmaler Kopf, geräumiger Brustkorb, stark aufgezogener Bauch und sehr lange Rute. Hinterhand ausgeprägt senkrecht gestellt und bemuskelt. Feines kurzes Fell oder halblanges Rauhhaar. Ruhiges und gelegentlich zurückhaltendes Verhalten. Bei der Jagd entwickelt er indessen Tatkraft und Lebhaftigkeit. B) Widerristhöhe Rüden: 62 - 70 cm Hündinnen: 60 - 68 cm Abweichungen von 2 cm nach oben und unten sind bei Hunden mit einer harmonischen Gesamterscheinung zugelassen. C) Gebäude Langgezogener Körper; Längsformat ist etwas länger in cm als die Widerristhöhe. Wesentlich sind vor allem die Proportionalität und die funktionelle Übereinstimmung sowohl im Stand als auch in der Bewegung. D) Verwendung Hetzhunde für die Hasenjagd auf der Rennbahn; schnell verfolgend und auf Sicht jagend. Er kann auch andere jagdbare Tiere wie Kaninchen, Füchse und sogar Windschweine jagen, jedoch liegt die vorrangige Verwendung dieser Rasse in der Rennbahn-Hasenjagd und im Coursing.
Kopf A) Allgemeine Beschreibung Der Kopf ist im Verhältnis zum übrigen Körper lang, knochig und trocken. Das Verhältnis von Schädel decke zu Fang ist 5: 6. Von der Fangspitze (Nasenfront) zu den beiden Ohransätzen allen die beidsei tigen Kopflinien auseinander. Von oben gesehen soll der Kopf ebenmäßig sein, mit einem langen und schmalen Fang. B) Schädeldecke Schmal und von leicht aufgeworfenem Profil. Die Breite der Schädeldecke erreicht das Maß ihrer Länge nicht. Durch die Mitte der Schädeldecke verläuft eine in den ersten 2 Dritteln (vom Fang aus) sehr ausgeprägte Rille. Die Stirnhöcker und der Hinterhauptstachel sind bloß angedeutet. C) Stop Leicht abfallend, wenig betont. D) Fang Lang, mit leicht aufgeworfenem Nasenrücken E) Nase Klein, feucht und mit schwarz pigmentiertem Nasenschwamm F) Lefzen Sehr trocken, die obere Lefze bedeckt die untere. Die untere zeigt den Mundwinkel nicht. Die Lefzen sind fein, gespannt und dunkel pigmentiert. G) Zähne Stark, weiß und gesund. Scherengebiß. Die Schneidezähne sind übermäßig stark entwickelt, alle Prämolaren sind vorhanden. H) Augen Klein, schrägstehend, mandelförmig; meistens dunkle, haselnußfabige Augen; ruhiger, sanfter und zurückhaltender Ausdruck. I) Augenlider Feine Haut und dunkle Wimpern. Sehr eng an der Augengrube anliegend. J) Ohren Breiter Ansatz, dreieckige Form, fleischig im ersten Drittel, dünner und feiner werdend bis zum Ende, das abgerundet ist. Hoch angesetzt; bei Aufmerksamkeit sind die Ohren im ersten Drittel halb aufge - richtet mit gebogenen Enden seitwärts gerichtet. Im Ruhezustand (entspannt) zeigen sie ein Rosenohr, am Kopf anliegend. Zieht man es nach vorne, reichen sie gerade bis zum Mundwinkel. K) Gaumen Dunkel mit sehr ausgeprägtem Gaumen - Bogen
Hals Lang, oval, platt (breit), schlanke Fläche, stark und beweglich. Schmal beim Kopfansatz, sich leicht ver - breiternd bis zum Rumpfbeginn. Der obere Rand leicht eingefallen, der untere Rand fast geradlinig mit einer leichten Wölbung nach unten in der Mitte.
Rumpf A) Allgemeine Ansicht Leicht rechteckig, stark und beweglich. Die Rippen sind deutlich sichtbar, stark entwickelt. stark aufgezogener Bauch; Kraft verratend, Beweglichkeit und Widerstandsfähigkeit. B) Widerrist Leicht angedeutet. C) Rücken Gerade, lang und gut bestimmt mit weiten Rippenzwischenräumen und flach anliegend. Die Rippen müssen gut sichtbar und ausgeprägt sein. Der Umfang des Rippenkorbes ist wenig größer als die Widerristhöhe. Lendenpartie lang, kräftig, nicht sehr breit und mit einem aufgeworfenen oberen Rand; mit kompakter Muskulatur, den Eindruck von Beweglichkeit und Kraft gebend. Die Höhe der Lende kann in ihrem Mittelteil die Höhe des Widerristes übertreffen. D) Kruppe Lang, kräftig und schräg. Ihre Neigung beträgt zur Horizontalen 45°. E) Rückgrat Leicht konkav verlaufende Rückenlinie, konvex verlaufende Lendenpartie. Ohne brüske Unterbrechungen und ohne Schwingungen während der Bewegung, gibt den Eindruck von größter Elastizität. F) Brust Mächtig, trotzdem nicht sehr breit; tief, ohne den Ellbogen zu erreichen und sehr tief in der Ausdehnung bis zur 13. Rippe. Spitze des Brustbeins am Ende ausgeprägt. G) Bauch und Flanken Der Bauch ist ab dem Ende des Brustbeins stark aufgezogen. Kurze und trockene und gut entwickelte Flanken.
Rute Kräftig am Rutenansatz und tief. Fällt zwischen den Läufen entlang ab und liegt denen eng an. Sie verjüngt sich zunehmend, bis zu einer dünnen Spitze. Beweglich und sehr lang. Sie geht weit über das Sprunggelenk hinaus. Im Ruhestand hat die Rute die Form einer Sichel mit einem ausgeprägten, seitlich abfallenden Haken am Ende. Sie ist zwischen die Läufe geschoben und berührt mit dem Haken am Ende vor den Hintergliedmaßen fast den Boden. Dies ist ein typisches Merkmal dieser Rasse.
Vordergliedmaßen A) Allgemeine Ansicht Hervorragend gebaut, ein, gerade und parallel, kurze und dünne Mittelhand und Hasenpfoten. B) Schultern Trocken, kurz und abfallend. Das Schulterblatt ist leicht kürzer als der Oberarm. C) Oberarm Lang, länger als das Schulterblatt, sehr muskulös, mit freien Ellbogen, obwohl diese mit dem Körper verbunden sind. D) Unterarm Sehr lange, gut ausgeprägte Knochen, hervorstehende Sehnen, gerade und parallel. E) Vordermittelfuß leicht, geneigt, fein und kurz. F) Pfoten Hasenähnlich. Geschlossene und hohe Zehen. Starke und lange Zehenglieder. Die 5. Zehe und die Pfotenballen sind hart und gut entwickelt. Die Zwischenhäutchen sind sehr stark und die Krallen sehr gut ausgebildet. Winkel vom Schulterblatt zum Oberarm 110°, vom Oberarm zum Unterarm 130°.
Hintergliedmassen A) Allgemeine Ansicht Starke, gut erkennbare Knochen; lange, gut ausgebildete Muskulatur; hervorragend gebaut mit den richtigen Winkeln. Gut gekennzeichnetes Knie, kurzer Mittelfuß und senkrecht zur Erde. Hasenpfoten mit hohen Zehen. Sie geben den Eindruck von Kraft und Behendigkeit in der Bewegung. B) Oberschenkel Sehr stark, lang und gespannt. Der Schenkelknochen hat eine optimale Senkrechtstellung zum Boden. Von hinten gesehen, sieht man auf den ersten Block die sehr gut ausgebildete Muskulatur, lang, flach und stark. Die Länge des Oberschenkels beträgt ¾ der Länge des Unterschenkels. C) Unterschenkel Sehr lang mit ausgeprägten, feinen Knochen. Muskulös im unteren Teil. Klar sichtbare Venen und Senen D) Sprunggelenk Sehr ausgeprägt mit gut sichtbaren Sehnen, die sehr ausgebildet sind. E) Hintermittelfuß Dünn, kurz und senkrecht zum Boden. F) Pfoten Hasenpfoten, genauso geformt wie bei den Vordergliedmaßen. Winkel von der Hüfte zum Oberschenkel 110°, vom Oberschenkel zum Schienbein 130°, vom Schienbein zum Sprunggelenk größer als 140°.
Gang Der typische Gang ist der natürliche Galopp. Der Schritt ist sehr lang, nahe bei der Erde, beweglich und stark. Ohne Tendenz zum Passgang und Steppen.
Haut Straff am Körper in allen Bereichen; stark und beweglich und rosafarbig. Die feuchten Hautpartien sind sehr dunkel.
Haar Dicht, sehr fein, kurz, glatt; verteilt über den ganzen Körper bis zu den Zehenzwischenräumen; im hinteren Teil der Oberschenkel etwas länger. Varianten von Rauhhaar und halblangem Haar: die Rauh - heit und die Länge des Haares ist veränderlich, obwohl die Haare immer gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt sind. Manchmal gibt es auch Kinn- und Schnauzenhaare, Augenbrauen und sogar lange Stirnhaare.
Fellfarben Vielfältig. Die typische Farben sind in der Reihenfolge der bevorzugten: braungefleckt und getigert, mehr oder weniger dunkel und gut pigmentiert. Schwarz, dunkle und helle Beigetöne (Barquillo, ein Gebäck, das es in Spanien zum Eis gibt). Gebräunt wie ein Stück Toast, zimtfarben, gelb, rot, weiß, gescheckt.
Sonstiges Die Hoden sind sehr gut ausgebildet und hängen im Hodensack.
Fehler A) Leichte Fehler Gerades Profil des Kopfes. Zu spitz zulaufender Fang. Fehlende Prämolaren. Leichter Vor- oder Rück - beißer. Leicht breite Schädeldecke oder wenig gemeißelt. Etwas zu kurze Rute, die nur knapp über das Sprunggelenk reicht. Narben, Wunden und Schürfungen von der Jagd.
B) Schwere Fehler (sie bedeuten den Ausschluß von der Qualifikation der Besten Sehr breite Schädeldecke, sehr spitz zulaufender Fang, mäßiger Vorbiß, fehlende Schneidezähne, die nicht auf einen Unfall zurückzuführen sind. Große Köpfe; kurze, runde Hälse; Parallelität zwischen den äußeren Rändern und Fangspitze und Ohrenansatz. Helle, runde Augen, hervorstehend oder heraus - ragend. Einbuchtung zwischen Stirn und Nasenrücken (Stop) zu stark betont. Kurze, stehende kleine Ohren. Ektropium, Entropium; dicke Lefzen, lose Kopfhaut, Doppelkinn. Zu kleiner Umfang des Rippen - korbes, zu schmale Rippen. Sattelrücken; Erhöhung der Lende niedriger als die Widerristhöhe. Kurze Flanken, zu kurze, runde und zu schräge Kruppe; Sehr schlaffe, runde oder zu wenig breite Muskulatur. Falscher Stand, offene Zehen, Rinderknie. Weiche Pfotenballen, amputierte Rute bzw. Ohren. Kräftige Linien, schwerfällig, unbeweglich. Unausgeglichener Charakter.
C) Eliminierende Fehler (Schließen von jedem Wettbewerb und der Zucht aus!) Absolut nichts typisches. Aufgespaltene Nase. Starker Vor- oder Rückbiß. Albinismus, Monorchismus und Kryptorchismus. Sehr breite, flache und gerade Rückenlinie. Brust viel tiefer als der Ellenbogen. Irgend ein anderes Zeichen, daß darauf hinweist, daß der Hund ein Bastard ist.
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